Zu Beginn: Eine Kerze anzünden

Eine*r spricht: „Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.
Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Wir sind versammelt.
An unterschiedlichen Orten.
Zur gleichen Zeit.
Verbunden im Glauben.
Wir feiern in Gottes Namen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“

Eine*r betet:
„Guter Gott, ich bin hier. Und Du bist hier.
Ich bete zu Dir. Und weiß: Ich bin verbunden. Mit Dir.
Mit anderen, die zu Dir beten. Genau jetzt. Genau so.
Ich bin hier. Und Du bist hier. Das genügt.
Ich bringe Dir alles, was ist.
(Zeit der Stille)
Höre auf unser Gebet. Amen“

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude

Worte zum Hören: Matthäus 26, 17-30
Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. (Verse 26-28)

Gedanken zum Teilen
Jesus hält am Abend vor seinem Tod Tischgemeinschaft mit seinen Jüngern. Ich stelle mir vor, dass eine besondere Atmosphäre herrscht. Er ahnt, dass seine Verhaftung bevor- steht. Er deutet „Brot“ und „Wein“, indem er die Elemente auf sich bezieht: Sie haben etwas mit seinem Leben, mit seinem Sterben und auch etwas mit uns zu tun:
> Kommen Sie miteinander ins Gespräch: Was bedeutet Ihnen ganz persönlich das Abendmahl? Wie würden Sie Jesu Worte deuten? Beachte: Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“. Seit Jahrhunderten streiten sich Theolog*innen um eine angemessene Deutung. <
Der Kunst diente die Abendmahlsszene häufig als Vorlage. Am bekanntesten ist Da Vincis Wandgemälde.

gruendonnerstagjpgAnregung
Wie würden Sie das Bild wieder füllen? Wie und wo würde Jesus sitzen? Wie die Personen um ihn herum? Zeichnen Sie (in Gedanken oder wirklich) für sich das Bild neu.

Worte zum Beten
Gott, der du uns einlädst an deinen Tisch: Wir blicken dankbar zurück auf die vielen Tischgemeinschaften, die unser Leben geprägt haben, die es reicher gemacht haben und vor allem lebenswert. In diesen Tagen der Isolation sehnen wir uns nach Gemeinschaft, nach Berührungen unserer Freunde, nach gemeinsamen Mahlzeiten.
Gib uns Kraft, diese Zeit zu überstehen. Stärke alle Menschen im Kampf gegen das Virus. Auf dich vertrauen wir jetzt und allezeit. Amen.

Segen: Eine*r oder alle gemeinsam:
„Gott segne uns und behüte uns.
Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Erhebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.“

Zum Schluss daran denken: Kerze auspusten